Unterwegs: Willkommen in Night Vale


Am 25. Mai war es endlich soweit: die lang ersehnte Willkommen in Night Vale Lesung fand statt und damit einhergehend durfte ich an einem Meet and Greet mit den Autoren teilnehmen. Wie mir die Lesung in der King Georg Klubbar in Köln gefallen hat und welche Einsichten ich bei dem Treffen mit Joseph Fink und Jeffrey Cranor gewann, erfahrt ihr in meinem heutigen Bericht über die Lesung.

Im Vorfeld traf ich mich mit Philip von Book Walk, der einen besseren Überblick hatte und uns unkompliziert zur King Georg Klubbar führte, vor der wir auf die Gewinner unserer Kartenverlosung und auf weitere Blogger-Freunde warteten. Der erste Blick in die Klubbar ließ uns bereits staunen, denn wir waren schon vorher sehr überrascht gewesen, dass die Lesung kaum publik gemacht worden war und daher auch nur eine kleine Location gebucht wurde. Das King Georg war dafür aber atmosphärisch perfekt eingerichtet. Eine schummrige Stimmung sorgte für das gewisse Etwas und die idealen Night Vale-Vibes.

Verena Knapp von Klett-Cotta machte uns schließlich mit den Autoren Joseph und Jeffrey bekannt und führte uns sogleich in ein schmuckes Ein-Zimmer-Appartement. Weil es dort keine richtigen Sitzgelegenheiten gab, standen wir behelfsmäßig im Innenraum herum, doch das sorgte dafür, dass wir gleich ins Gespräch kamen. Die Autoren stellten sich jedem Einzelnen von uns noch einmal persönlich mit Händeschütteln vor und spätestens zu dem Zeitpunkt war jede Nervosität wie weggeblasen. Die beiden waren herrlich angenehm und freundlich und vermutlich selbst nervöser, als wir es waren.

Weil ich an dem Tag ein kariertes Harry Potter-Hemd mit Hogwarts-Aufdruck trug, fühlten sich die Autoren direkt dazu berufen, über die Häuserverteilung im Schloss zu sprechen. Sie erzählten, dass sie einmal ein sogenanntes Sorting-Quiz gemacht haben und wollten auch von uns wissen, in welchen Häusern wir uns wohl fühlen (Slytherin!). Wir ließen uns gerade bei Cecil Baldwin, der Cecil Palmer im Night Vale-Podcast spricht, verleiten und tippten weitestgehend auf eine Einteilung in Gryffindor. Falsch geraten, Cecil ist ein waschechter Slytherin!

Natürlich plauderten wir mit den Autoren auch über den Podcast und den Roman. Sie erzählten von ihren vielen lustigen Road-Trips während ihrer Tour und dass sie die Podcasts deshalb meist vorher aufnehmen und eher weniger live aktiv vor dem Mikrofon stehen. Ihre Inspiration holten sie sich aus allen möglichen Bereichen und Medien. Sie fanden einige Kniffe durch Twin Peaks oder Will Eno und Deb Olin Unferth und formten den Podcast schließlich zu einem Roman, um auch ein weiteres Medium zu bespielen.
Weil die Lesung unmittelbar an das Meet and Greet anknüpfte, blieb nicht so viel Zeit, doch glücklicherweise konnten wir alle noch ein gemeinsames Gruppenfoto und Autogramme abstauben.

Zurück im King Georg dauerte es dafür leider aber ziemlich lange, bis die Autoren ans Lesen kamen. Denis Scheck führte moderierend durch den Abend und sorgte dank einiger amüsanter Anekdoten zu Beginn für Schmunzeln im Publikum. Das war sich übrigens sehr schnell einig, dass eine Übersetzung vom Englischen ins Deutsche nicht notwendig war – da hatten wir Glück, denn ich bin auch kein Fan davon.
Im Wechsel mit Andreas Fröhlich, der den meisten als deutsche Stimme von Andy Serkis und Bob Andrews aus Die drei ??? bekannt sein dürfte, wurde auf Deutsch und auf Englisch aus dem Roman vorgelesen. Anfänglich hatte ich Bedenken, dass die Stimmung dadurch vielleicht nicht ganz durchdringen konnte, doch die Atmosphäre war sehr entspannt und der Charme des Textes ging nicht verloren.
Zwischendurch wurde das Vorlesen durch einige Fragen an die Autoren und auch an Andreas Fröhlich unterbrochen. So sprachen Joseph und Jeffrey erneut von ihren Inspirationen und plauderten aus dem Nähkästchen.

Mir hat der Abend viel Vergnügen bereitet und ich möchte mich an der Stelle auch nochmal bei Philip, Verena und Klett-Cotta bedanken, die das alles erst möglich gemacht haben. Danke für diesen wundervollen und schaurig schönen Abend mit Jeffrey und Joseph!







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