Rezension: Magnus Chase, Band 1: Das Schwert des Sommers


Nein, der Abschluss unserer Magnus Chase Blogtour ist noch lange nicht gekommen, denn heute stehen unsere Rezensionen zu dem Carlsen Titel Magnus Chase, Band 1: Das Schwert des Sommers an. Wenn euch die bisherigen Beiträge der Tour angeheizt haben, den neuen Roman von Rick Riordan zu lesen, wollt ihr sicherlich auch wissen, wie uns der erste Band gefallen hat. Ich bin jedenfalls ganz und gar in die Götterwelt getaucht…





Magnus Chase ist sechszehn Jahre und lebt auf der Straße, seitdem er seine Mutter verloren hat. Er hätte nie gedacht, dass sein Alltag irgendwann einmal auf den Kopf gestellt werden würde, doch als ein merkwürdiger Typ ihn zum Kampf herausfordert, ändert sich für Magnus alles. Prompt erfährt er, dass sein Vater ein nordischer Gott ist! Als wäre das noch nicht genug, soll er auch noch ein Schwert finden, das seit Jahrtausenden als verschollen gilt. Denn nur wenn ihm das gelingt, kann er vielleicht die Götterdämmerung aufhalten, die viel zu nah erscheint.



Magnus Chase, Band 1: Das Schwert des Sommers reiht sich nahtlos in die Liste der Rick Riordan Bücher ein, die seine Götterwelt umfassen. Man könnte fast meinen, der erste Band der neuen Saga ist ein ganz typisches Riordan-Werk: auch hier geht es um einen Jungen, der noch nicht so ganz weiß, wo er im Leben steht, bis er plötzlich erfährt, dass er von einem Gott abstammt. Klingt recht bekannt, nicht wahr? Auch in der Erzählweise unterscheidet sich dieser Titel nicht von Riordans Percy Jackson-Büchern, denn der Roman wird aus der Perspektive des Protagonisten erzählt. Charakterlich ist Magnus sogar so sarkastisch und stets hungrig wie Percy und hat eine besondere Bindung zu seiner Mutter. Die vielen Gemeinsamkeiten zeigen, dass die Bücher im gleichen Götter-Universum spielen, doch genau hier gibt es gleichsam auch einen starken Kontrast.

Die römischen und griechischen (ja sogar ägyptischen) Götter sind abgeschlossen. Rick Riordan befasst sich nun mit den Sagen der nordischen Mythologie. Thor, Odin, die Midgardschlange und Loki – der Leser wird vielen ikonischen Figuren begegnen. Dabei finden sich zwar immer Ähnlichkeiten zu den Legenden, aber darf man nicht alles ganz so ernst nehmen. Viele Figuren oder Geschichten werden mit unserer Zeit in Verbindung gesetzt (etwa sodass der eine oder andere Gott niemals eine Folge von Game of Thrones verpassen würde) und erhalten daher witzige Referenzen. Mythologie trifft auf Popkultur! Dass das für einige Lacher sorgt, ist wohl klar.

Allgemein ist der Humor ein wichtiges Stilmittel im Roman. Ich habe mir zwischenzeitlich wirklich den Bauch gehalten, so lustig sind einige Passagen! Das liegt nicht nur daran, dass Magnus Chase generell ein witziger Charakter ist, denn auch die Dinge, die in der Geschichte passieren, sind teilweise so skurril, dass man einfach nicht anders kann, als laut loszulachen. Sogar die Kapitelüberschriften bringen einem zum Lächeln!

Wer Angst hat, dass man vorher die anderen Bücher des Autors gelesen haben muss, kann beruhigt sein. Natürlich finden sich auch in Magnus Chase, Band 1: Das Schwert des Sommers einige Referenzen zu den Percy Jackson-Büchern, aber man versteht die neue Reihe auch ohne Hintergrundwissen. So können nicht nur Riordan-Fans in ein neues Abenteuer starten, sondern auch neue Leser mit von der Partie sein.

In die Figuren kann man sich eigentlich nur verlieben. Magnus sorgt für einen mutigen und witzigen Titelhelden, wohingegen seine Freunde jegliche Figurenvielfalt ausfüllen. Besonders Sam hat sich in mein Herz geschlichen, denn sie ist nicht nur eine tapfere und willensstarke Frauenfigur, sondern lässt sie sich auch keine blöden Sprüche gefallen, wenn es um ihren muslimischen Glauben geht. Auf seiner Reise lernt Magnus viele neue Freunde kennen, egal ob es sich dabei um einen Zwergen oder einen sogenannten Alben handelt. Auch weitere Halbgötter kommen nicht zu kurz – und wartet erst einmal ab, bis ihr die grandiosen Walküren kennenlernt. Hier ist für jeden Leser etwas dabei, um sein Herz vergeben zu können.

Der Auftakt in eine neue Reihe bietet spannende Kämpfe und epische Heldengeschichten. Dass damit Magnus‘ Abenteuer aber erst angefangen hat, mag man bei seiner langen Reise kaum glauben. Man versinkt ganz und gar in der Spannung, die keineswegs immer vorhersehbar ist und kann sich nach einem gelungenen ersten Band schon auf die nächsten Bücher freuen.


Magnus Chase ist nicht nur etwas für hartgesottene Rick Riordan Fans, auch diejenigen, die neu in sein Götter-Universum einsteigen wollen, werden viel Vergnügen mit diesem lustigen und actionreichen Roman haben. Mit seiner witzigen Art zerrt Magnus den Leser regelrecht in seine fantasievolle Welt und sorgt dafür, dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen möchte. Die Figuren sind irrsinnig wie liebenswert, sodass man über die Charaktervielfalt nur staunen kann. Wer schon immer mehr über die nordischen Mythen erfahren wollte, wird sich in diesen Roman verlieben – auch wenn man nicht immer alles ganz so ernst sehen darf. Ich vergebe daher fünf von fünf Lesebrillen für den Einstieg in Rick Riordans neue Sagen-Reihe!






Titel: Magnus Chase, Band 1: Das Schwert des Sommers
Autor: Rick Riordan
ISBN: 978-3-551-55668-4
Verlag: Carlsen
Preis: 19,99€
Sonstiges: 560 Seiten


Die genannten Details sind der Website von Carlsen entnommen.

Vielen Dank an den Carlsen Verlag!





Kommentare:

  1. toll und danke für deine Meinung zum buch ich bin seit der blogtour echt total begeistert was man so alles erfahren durfte! VLG Jenny

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    1. Danke, Jenny :) Es freut mich so, dass du Spaß an der Blogtour hast!

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  2. Deine sehr ansprechende Rezension, die so viele unterschiedliche Punkte, die ein Buch ausmachen, ausleuchtet, unterstreicht den Wunsch, das Buch lesen zu wollen. Dankeschön <3
    Liebste Grüße, Hibi

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    1. Hach, wie schön! Danke, Hibi :) Ich hoffe, es landet bald in deinem Regal!

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