Rezension: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie + Verlosung


Eine neue Jugendbuch-Verfilmung steht in den Startlöchern! Es handelt sich um den Titel Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver, der am 1. Juni deutschlandweit in die Kinos kommt. Worum es in dem Mystery-Film geht und wie er mit gefallen hat, erfahrt ihr heute in meiner Rezension. Außerdem habt ihr die Chance, das Hörbuch und dazu ein Filmplakat zu gewinnen!


Das typische Highschool Leben – und Sam mittendrin. Sie gehört einer beliebten Clique an, hat einen attraktiven Freund und wird auf die coolsten Partys eingeladen. Doch auf dem Rückweg von einer Feier ändert sich alles: Sam stirbt bei einem Autounfall. Eigentlich müsste sie tot sein, aber wieso wacht sie am gleichen Tag des Unfalls wieder auf und alles ist so, als wäre nichts geschehen? Sam versteht anfänglich die Welt nicht mehr. Wieder und wieder erlebt sie den Tag, an dem der Unfall geschah. Was muss passieren, damit dieser Albtraum aufhört?

Leider steht der Roman Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie noch ungelesen in meinem Bücherregal, doch den Film wollte ich mir deshalb nicht entgehen lassen! Ich habe mich sehr gefreut, der Pressevorführung beiwohnen zu dürfen und war wirklich gespannt, wie die Und täglich grüßt das Murmeltier-Thematik umgesetzt wurde.

Von Sams Clique kann man am Anfang eigentlich nur genervt sein – die Mädels scheren sich nämlich nicht um ihre Klassenkameraden oder deren Gefühle. So wird vor allem eine Mitschülerin besonders schlimm von ihnen gemobbt. Die Protagonistin Sam ist allerdings nicht diejenige, die die Hetzjagd anstiftet, sondern eher die typische Mitläuferin. Dass Sam aber nicht die ganze Zeit so mitmachen kann, wird ihr im Laufe der Geschichte bewusst. Ihre Entwicklung steht im Vordergrund des Films.

Die Art und Weise, wie das Mobbing inszeniert wurde, sorgte bei mir im Kinosaal für Gänsehaut. Ich war teilweise sehr ergriffen, wie furchtbar realistisch die Szenen dargestellt wurden und hatte schreckliches Mitleid mit den Opfern. Hier wird nichts beschönigt – alles ist richtig over the top. Dabei wirkt vor allem das Verhalten von Sam und ihren Freundinnen sehr überzogen und man denkt sich die ganze Zeit eigentlich nur: Wie können die so etwas Furchtbares nur wirklich tun?
Sensible Zuschauer sollten deshalb gewarnt sein: es werden Themen angesprochen, die nicht leicht zu verdauen sind. Das sollte vielleicht schon dadurch klar sein, dass sich der Film um den Tod der Hauptfigur dreht. Darüber hinaus werden nicht nur Mobbing, sondern auch Selbstmord, Depressionen, Ausgrenzung und Konsum thematisiert.
Deshalb musste ich an einigen Stellen auch oft zusammenzucken, wenn die Fassade hinter Sams angeblich idealem Leben beleuchtet wurde: der Umgang untereinander in der Familie, die Bindung zu ihren Freundinnen und die ersten innigen Berührungen mit dem festen Freund. Es geht in Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie darum, tiefgründige Gefühle aufzudecken und sich dem echten Leben mit all seinen Fehlern zu stellen.
Wer glaubt, es ginge nur um die Vergänglichkeit des Lebens, wird allerdings enttäuscht. Vielmehr soll der Film zeigen, wie wichtig Liebe, Freundschaft und Familie sind und das man jeden Moment auskosten sollte.

Bis der Film allerdings zu dem Punkt kommt, werden viele Handlungsbögen beschrieben und es braucht seine Zeit, bis er an Fahrt gewinnt. Man sollte sich von dem langwierigen Anfang aber nicht die Lust am Filmerlebnis nehmen – es beginnt alles ganz klassisch mit dem augenscheinlich perfekten Leben von Sam und auch ich muss zugeben, dass sich das doch ziemlich in die Länge zog. Aber genau das braucht der Film, um die Geschichte besser vermitteln zu können. So muss man sich etwas gedulden, bis der Unfall geschieht und der Teufelskreis von Sam in Form der Zeitschleife seinen Lauf nimmt.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten, die Sam in ihrer Zeitschleife hat, nutzt sie vielfältig aus. Man stellt sich unweigerlich die Frage: was würde ich tun, wenn ich die Chance hätte, den Tag meines Todes nochmal zu erleben? Und nochmal, und nochmal, und nochmal… Einige Situationen werden dadurch besonders witzig, andere wiederum gewinnen an Tragik. Dass sich der Film für mich zog, lag vielleicht auch daran, dass durch die Wiederholungen gewisser Tagesabläufe einige Momente mehrfach gezeigt werden – aber auch die sind notwendig, damit am Ende der rote Faden eingehalten wird.

Nicht umsonst ist der Film in der Mystery-Kategorie zu finden. Der Zuschauer steht relativ lange auf dem Schlauch und weiß nicht so recht, was da eigentlich auf der Leinwand passiert. Warum wacht Sam jeden Morgen am gleichen Tag auf? Ist sie wirklich bei dem Unfall gestorben? Was genau ist an diesem verhängnisvollen Abend passiert, was mir entgangen ist? Ich habe genau auf die Details geachtet und dadurch, dass ich die Romanvorlage nicht kannte, war ich bei der Auflösung umso erstaunter. Ich habe Rotz und Wasser geheult und auch neben und hinter mir schnieften einige Zuschauer im Saal. Der Film hat mich tief berührt, mich zwischendurch wirklich wütend gemacht und konnte mich außerdem an einigen Stellen zum Lachen bringen.

Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, insbesondere von Zoey Deutch, die Sam spielt, waren allesamt gut. Überrascht hat mich vor allem die Leistung von Logan Miller, der den sensiblen Kent verkörpert. Mit seiner sanften Attitüde und dem spitzbübischen Grinsen hat er mein Herz in wenigen Minuten erobert!

Die Kostüme waren zeitlich angepasst, sodass sie der aktuellen Mode entsprechen und dem Zuschauer das Gefühl geben, die Geschichte passiert jetzt in diesem Moment. Die Kulissen sind eher schlicht gehalten, es spielt sich vieles innerhalb der Häuser oder der Schule ab, doch gerade die Kamerafahrten während der Trips mit dem Auto sorgen dafür, dass ich direkt selbst auf Reisen gehen wollte. Weite Straßen, Wälder bei Nacht und schummrige Nebelszenen sorgten für das perfekte Flair! Üblicherweise achte ich auch sehr auf die instrumentale Musik bei einem Film, aber ich muss gestehen, dass sie mir bei Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie eher weniger auffiel. Die Musikstücke halten sich zurück und untermalen den Film eher auf eine dezente Weise.


Ich war mir nicht sicher, ob ich den Kinosaal mit einem erleichterten oder schweren Gefühl verließ. So war ich traurig und glücklich zugleich und hatte das Bedürfnis, mich mit meinen Liebsten um mich herum umgeben zu wollen. Der Film schafft es, emotional zu berühren, sodass ich nur raten kann, die Taschentücher zur Vorführung einzustecken. Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie glänzt mit einer spannenden Geschichte, deren Ursprung man ergründen möchte. Durch den Anfang und die sich oft wiederholenden Szenen muss man sich einfach durchbeißen – denn sie sind essentiell für die Story. Daher vergebe ich vier von fünf Lesebrillen für die Romanverfilmung von Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie.


Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Regie: Ry Russo-Young
Story: Lauren Oliver
FSK: ab 12 Jahren
Sonstiges: 99 Minuten Laufzeit, USA



Die genannten Details sind der mm Filmpresse entnommen.

Vielen Dank an mm Filmpresse für die Einladung zum Pressescreening!


Originaltitel: Before I fall / Genre: Mystery / Kinostart: 01.06.2017
Regie: Ry Russo-Young / Drehbuch: Maria Maggenti


VERLOSUNG!

Im Anschluss meiner Rezension habt ihr nun die Chance, das Hörbuch zum Film (gelesen von Anna Thalbach) und ein Filmplakat zu gewinnen. Beantwortet dazu einfach die Frage: welchen Tag eures Lebens würdet ihr gerne wiederholen wollen und warum? Ihr habt nicht nur die Chance, hier in den Kommentaren eure Antwort und eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen, ihr könnt darüber hinaus auch auf Instagram teilnehmen, um zweimal in den Lostopf zu hüpfen.

Teilnahmebedingungen 
An der Verlosung teilnehmen darf jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland, der auf diesem Blog in den Kommentaren oder im Instagram-Beitrag die oben genannte Frage beantwortet. Denkt auch daran, mir im Gewinnfall eine E-Mail Adresse zu hinterlassen (Kontaktname über Instagram ist auch in Ordnung). Ihr müsst 18 Jahre alt sein oder die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten haben. Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Ihr seid damit einverstanden, dass euer Name bei der Gewinnerverkündung genannt wird, eure Daten werden nach der Verlosung gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung läuft vom 01.06. - 08.06.2017. Die Gewinnerverkündung findet hier im Beitrag statt und der Gewinner oder die Gewinnerin wird zusätzlich von mir kontaktiert. Wenn ihr euch im Gewinnfall nach 48 Stunden nicht meldet, lose ich erneut aus.

Viel Glück!

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