Tolkien


[Werbung: Presseexemplar] Als Fan des Mittelerde-Universums wollte ich natürlich den aktuell im Kino laufenden Film TOLKIEN sehen. Ich war sehr gespannt, wie das Leben des Schriftstellers wohl auf der Leinwand umgesetzt werden würde und kann euch heute berichten, wie mir der Film gefallen hat.

Wer jetzt denkt, dass der Film das ganze Leben von J. R. R. Tolkien (Nicholas Hoult) umfasst, dem sei gesagt, dass es vor allem um die jungen Jahre des Autors geht. Man sieht, in welchem Umfeld er aufwuchs, wie er zur Schule ging und wie er Freundschaften aufbaute. Vor allem diese Freundschaften sind wichtig, um seine Liebe zur Sprache und zur Literatur weiter auszubilden. Auch die Beziehung zu Edith Bratt (Lily Collins) wird im Film thematisiert und als Antrieb seiner Motivation zum Schreiben und seiner Fantasie verstanden. Als jedoch der erste Weltkrieg ausbricht, muss Tolkien in den Krieg ziehen und seine Freundschaften und Beziehungen drohen auseinanderzubrechen.

Eins sei gesagt, ich bin keine Expertin auf dem Gebiet Tolkien. Allerdings erkannte ich im Film alle (mir bis dahin bewussten) Parallelen zu seinen biografischen Angaben wieder. Ich fand, dass sein Leben wahnsinnig gut nacherzählt wurde und man sich richtig in der Geschichte verlieren konnte.

Nicholas Hoult macht einen fantastischen Job als junger Tolkien. Die Chemie zwischen ihm und Lily Collins stimmte einfach, sodass es Spaß machte, das junge Paar zu beobachten. Generell geht ein großes Lob an das Casting (und das Kostüm- und Make-up Department), denn die Jungschauspieler_innen sahen wirklich so aus wie ihre älteren Versionen, was den Film für mich glaubhafter machte. Darüber hinaus habe ich mich sehr über Anthony Boyle gefreut, der in TOLKIEN einen Freund des Schriftstellers spielt. Er war nämlich der erste Scorpius Malfoy im Theaterstück HARRY POTTER AND THE CURSED CHILD und ihn konnte ich noch live auf der Bühne erleben.

Die Atmosphäre im Film ist mal düster, mal träumerisch und mal ganz locker. So jongliert TOLKIEN mit Emotionen und schaffte es, mich vollends zu begeistern. Am Ende verdrückte ich ziemlich viele Tränen, weil mich der Film gefühlsmäßig total getroffen hatte.
Das lag auch an den wunderschönen Bildern, Effekten und szenischen Parallelen zu DER HERR DER RINGE. Man muss sich natürlich auch darauf gefasst machen, echt heftige Kriegsbilder zu sehen – das war nichts für schwache Nerven und verdeutlicht, wie Tolkien seine Erlebnisse verarbeitet hat.
Auch in die Filmmusik von Thomas Newman habe ich mich direkt verliebt. Der ganze Film hatte so viele tolle Mittelerde-Vibes, von den Farben bis über die Musik, dass ich hin und weg war.

Der Film endet mit dem Beginn der Arbeiten an DER HOBBIT und zeigt daher nicht Tolkiens Leben als Schriftsteller, sondern vielmehr seinen Werdegang bis dahin. Es war toll, auch mal die jungen Seiten des Autors kennenzulernen.

Leider läuft der Film, zumindest bei mir, schon nicht mehr in vielen Kinos. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, ihn noch zu sehen, dann holt euch schnell ein Ticket und lasst TOLKIEN auf euch wirken. Mich hat dieser Film so sehr begeistert, dass er zu meinen Jahreshighlights gehört.


Die Bilder sind dem Fox Presseserver entnommen. Danke auch für die Pressekarten.

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