Late Night – Die Show ihres Lebens


[Werbung: Pressekarten] Gestern habe ich endlich „Late Night – Die Show ihres Lebens“ gesehen, der am 29. August anlief. Das war leider gar nicht so einfach, da der Film leider nur in wenigen Kinos gezeigt wurde. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, denn immerhin geht es in „Late Night – Die Show ihres Lebens“ um wichtige Themen wie Diversität und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Etwas, das uns alle angeht.

Katherine (Emma Thompson) macht seit 30 Jahren die gleiche Late Night Talkshow. Doch nach außen hin zeigt sie nie ihr wahres Gesicht: Sie ist egozentrisch, kalt und hält nicht viel von Gequatsche. Ihr Autorenteam besteht nur aus weißen Männern, die den Job auch eher nur so halb ernst nehmen, da Katherine ja sowieso nie an ihrem Arbeitsplatz vorbeischauen würde. Als der Moderatorin dann auch noch vorgeworfen wird, sie würde andere Frauen hassen, stellt ihr Team spontan Molly (Mindy Kaling) ein. Sie ist überglücklich, doch merkt sie schnell, wie toxisch ihr Arbeitsplatz eigentlich ist. Derweil sinken die Quoten für Katherines Sendung immer mehr und sie kann sich nicht erklären, wieso. Doch eins ist klar: wenn sich nichts tut, wird die Sendung abgesetzt. Molly nimmt das als Ansporn, der verstaubten Sendung ein Update zu verpassen, doch das wird nicht von allen so positiv aufgefasst …

Es sind solche Filme, die wir brauchen, um Probleme am Arbeitsplatz aufzuzeigen und um zu verstehen, wie wichtig Diversität ist. Obwohl Hollywood für mich gedanklich super weit weg ist, kann man viele Situationen auch auf sein Umfeld spiegeln – und das ist echt erschreckend. Was mich positiv überraschte, war die Thematisierung der „Me Too“-Bewegung und dass Skandale eben nicht immer nur aus der Männerwelt kommen.
Für mich war es auch sehr erfrischend, dass in den Hauptrollen nur Frauen besetzt sind, die auch wirklich über relevante Themen sprechen. Mindy Kaling schrieb für „Late Night – Die Show ihres Lebens“ das Drehbuch und produzierte den Film, was man durchaus auch merkt, wenn man mit ihren Werken vertraut ist. Sie setzt sich für Gleichberechtigung ein und dafür, die verschiedensten Kulturen im Fernsehen oder im Kino zu zeigen. Und da ging mein Herz auf!



Der Film ist eine gute Mischung aus Drama und Komödie. Ich habe einige Male laut im Kino gelacht, viele Witze sind aber eher seicht und laden zum Schmunzeln ein. Das Drama steht deshalb aber nicht im Fokus, es gleicht sich wunderbar mit den witzigen Szenen aus und ist vor allem dafür da, um Katherine zu zeigen, dass sie Dinge ändern muss.

Natürlich ist die Story so gesehen ein wenig berechenbar. Mir war schon klar, worauf der Film am Ende im Großen und Ganzen hinausläuft und so kam es dann auch. Allerdings gibt es zwischendrin immer wieder einige Überraschungen, die die Story spannend machten.

Ich finde, „Late Night – Die Show ihres Lebens“ sollte in mehr Kinos laufen und vor allem solltet ihr euch diesen Film ansehen. Der ist nämlich wirklich so gemacht, dass alle daran Spaß haben und etwas zum Nachdenken mit nach Hause nehmen. Ich bin absolut überzeugt worden!



Die Bilder sind dem Entertainment One Presseserver entnommen. Danke für die Pressekarten.

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