Cats



[Werbung: Presseexemplar] Auf die Verfilmung von „Cats“ war ich schon total gespannt und ich hab mich so gefreut, den Film endlich zu schauen! Seit dem 28. Mai könnt ihr euch von den Songs aus dem bekannten Musical auch zu Hause auf DVD und Blu-ray mitreißen lassen. Wie mir der Film gefallen hat, verrate ich euch heute in meinem Blog-Beitrag.

Zugegeben, ich war damals ziemlich verstört als ich den Trailer zu „Cats“ gesehen habe. Animierte Katzen, kann das funktionieren? Spoiler-Alarm: nein. Aber lasst uns ruhig erst mal ein bisschen darüber reden, worum es in der Musical-Adaption geht.
Die weiße Katze Victoria (Francesca Hayward) ist neu in der Katzen-Gang und erfährt, dass jede Katze die Chance auf eine Wiedergeburt hat. Sie sammeln sich auf der Müllhalde für einen Ball und jedes Tier hat durch einen Song und einen Tanz die Chance, der oder die Auserwählte für ein neues Leben zu sein.

Ich muss sagen, dass ich persönlich noch nie ein großer Fan von „Cats“ war, obwohl ich eine totale Musical-Suckerin bin. Dennoch wollte ich mich selbst von der Verfilmung überzeugen lassen, nicht zuletzt, weil ich viele Darsteller_innen wie James Corden oder Rebel Wilson gerne mag. Außerdem hat der Regisseur Tom Hooper ja auch meine liebste Musical-Verfilmung „Les Misérables“ inszeniert und so legte ich trotzdem viel Vertrauen in den Film.

Die Songs sind wirklich alle grandios (und live) gesungen und insbesondere die Tänze haben mich begeistert. Eine Mischung aus Ballett, Hip-Hop, Jazzdance, Stepp- und Streetdance ist an jeder Ecke zu finden. Zudem muss man den Film diesbezüglich echt loben, da der Fokus auf den Tänzen und dem Gesang liegt. Darum wurden für die wirklich ausschlaggebenden Rollen auch lediglich bekannte Menschen aus diesen Bereichen gecastet. Um für mehr Popularität zu sorgen, kamen Stars wie Judi Dench, Jason Derulo, Idris Elba, Jennifer Hudson, Ian McKellen und Taylor Swift hinzu. Einige von ihnen übernehmen größere Rollen, andere (wie Miss Swift) zeigen sich nur für einen kurzen Song. Insgesamt sind es so viele Katzen, dass man gar nicht mehr weiß, wohin man schauen soll.



Leider tröstet das aber nicht über die Tatsache hinweg, dass die Katzen wie Instagram-Face-Filter aussehen. Ian McKellen hatte eher den Look eines Eichhörnchens und Victoria sah so seltsam aus, dass ich gar nicht hinschauen konnte. Klar, im Musical stehen die Katzen auch oft auf zwei Beinen, doch im Film ist das beinahe Dauerzustand. Zudem muss ich wirklich sagen, dass ich es so viel schöner gefunden hätte, wenn die Katzen geschminkt und nicht mit Motion Capture und CGI animiert worden wären. Das Musical lebt nun einmal auch von dem Make-up und den Kostümen und im Film wird das leider alles genommen. Stattdessen haben die Katzen definierte und perfekte Körper, die sie eher wie Puppen wirken lassen.

Ein heftiges Problem hatte ich außerdem mit den Größen - die Sets waren generell viel zu riesig und die Requisiten sahen teilweise deshalb echt lächerlich aus. Die Katzen wirkten in den Räumen wie Spielzeug und nicht wie echte Tiere, was die Illusion abermals zerstörte.

Was mir dafür sehr gut gefiel, war das Bonusmaterial auf der Blu-ray. Es wurde durch den Dreh geführt, man sah die Schauspieler_innen in ihren Motion Anzügen und man lernte mehr über die Tänze. Dafür, dass an diesem Film gefühlt alles animiert war, hatte man einen tollen Einblick hinter die Kulissen bekommen.

Ich muss abschließend aber leider sagen, dass „Cats“ wirklich nur etwas für harte Fans ist, die darüber hinweg sehen können, dass manche Animationen einfach nicht funktionieren. So gut die Songs gesungen sind und so schön getanzt wurde, hatte ich ein Dauerlachen auf den Lippen und konnte nur mit dem Kopf schütteln. Für einen Trash-Abend mit Freunden ist dieser Film schlichtweg perfekt. Ich bin echt fassungslos, dass Tom Hooper hinter dem Katzenjammer steckt und hoffe, sein nächster Film begeistert mich dann wieder ein wenig mehr.



Die Bilder sind dem Universal Presseserver entnommen. Vielen Dank für das Presseexemplar.

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