Die Känguru-Chroniken


[Werbung: Presseexempar] Es war einmal ein Känguru … Äh, nein, so fängt die Story „Die Känguru-Chroniken“ bestimmt nicht an. Ich bin ein mega Fan der Hörbücher von Marc-Uwe Kling und war daher total auf die Verfilmung gespannt, die seit dem 20. August auf DVD und Blu-ray erhältlich ist. Vor allem auch, weil der Autor das Drehbuch geschrieben hat. Ob der Film mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem Blog-Beitrag.


Marc-Uwe ist Kleinkünstler und lebt mit einem vorlauten, kommunistischen Känguru zusammen. Durch die verrücktesten Zufälle legen sie sich mit einem rechtspopulistischen Politiker und Immobilienhai an, der in Berlin ein riesiges Bauprojekt starten will. Natürlich müssen die beiden seine fiesen Pläne vereiteln.


Ich war doch etwas überrascht, was für eine Story im Film plötzlich rauskam, denn das Hörbuch (ich rede hier explizit vom Hörbuch und nicht vom Buch, da ich die Titel nicht gelesen, sondern stets gehört habe, was ich auch generell empfehlen würde) wird episodisch erzählt und beinhaltet viele kleine Kurzgeschichten. Die Handlung passte schon ganz gut zum Original. Aber…
Die Szenen waren seltsam langgezogen. So als hätte man den Film dringend strecken müssen, weil das Drehbuch zu kurz war. Dadurch wirken die Situationen teilweise sehr grotesk und gar nicht mehr so natural funny wie im Hörbuch. Ich war stellenweise echt schockiert, dass Marc-Uwe Kling das Drehbuch verfasst hat.
Einige Stellen sind 1:1 wie im Hörbuch, jedoch sind diese Szenen für Fans kaum noch witzig. Ich muss den Eierkuchen-Witz halt auch nicht zum 300. Mal hören. So hab ich vergeblich nach neuen lustigen Momenten gesucht.

Ich persönlich war nach dem Film der Meinung, er wäre eher etwas für Neulinge auf dem Känguru-Gebiet, doch je mehr ich mit Leuten sprach, die das Känguru noch nicht kannten, desto deutlicher wurde mir klar: die verstehen ja gar nicht die Insider wie zum Beispiel einen tollen Twist ganz am Ende des Films.


Mein Highlight war auf jeden Fall der Gastauftritt von Helge Schneider – das war erfrischend, neu und passte perfekt in das Gesamtbild, das ich von den „Känguru-Chroniken“ hatte. Und irgendwie sagt das auch leider schon alles über den Film aus.

Das Bonus-Material fand ich in Ordnung. Ich habe mich über den Frühsport mit Helge in voller Länge gefreut und es war auch interessant zu sehen, wie der Film gemacht wurde – auch wenn das Making-Of tatsächlich nicht einmal drei Minuten geht. Toll war auch das Interview, das das Känguru mit Marc-Uwe führt, denn der Autor spricht hier viele Themen an, die kritisiert wurden. Zum Beispiel, warum Marc-Uwe sich im Film nicht selbst spielt.

„Die Känguru-Chroniken“ ist meiner Meinung nach nichts für Hardcore-Fans, auch nichts für Neueinsteiger, sondern vermutlich etwas für Leute, die das Känguru ganz witzig finden, aber sich nicht wirklich etwas daraus machen. Ich war leider vielmehr enttäuscht als verzückt.

Habt ihr den Film schon gesehen? Wie fandet ihr ihn? Und wo sind hier „Die Känguru-Chroniken“-Fans?

Die Bilder sind FilmPressKit online entnommen. Vielen Dank für das Presseexemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.